Der Mond beleuchtete ſeine Züge— und der Mörder rief: — Graf Gratton!
Fünßehn Jahre ſpäter.
An einem kalten, mondſcheinhellen und ſchönen Abend am Schluß⸗ des Februar wimmelten Stock⸗ holms ſchneebedeckte Straßen von Fahrenden und Promenirenden in allen Theilen der Stadt.
An der Ecke von der Königshöhe und der Rör⸗ ſtrandsgaſſe ſtand ein ſehr junges Mädchen, das noch dem kindlichen Alter angehörte; ſeine zarten Glieder zitterten vor Kälte, und es hüllte vergebens ein dünnes baumwollenes Tuch um ſeine Schultern.
Ein Herr von langer Statur, mit ſtolzer Haltung und in einen warmen Pelz gehüllt paſſirte an dem kleinen zitternden Mädchen vorbei und ging der Rörſtrandsgaſſe zu. — Das Kind folgte ihm nach und flehte mit angſtvoller Stimme:
— Aus Mitleid, mein Herr, geben Sie mir einen Reichsthaler.
Der Herr drehte ſich um, betrachtete das Kind mit einem ſtrengen Blick und ſagte: chämſt Du Dich nicht, einen ganzen Thaler
Du ſollteſt Dich geniren in Deinem
en Sie mir! aber meine Mutter liegt


