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ten Verbindung befreie. So vergingen einige Jahre, während welcher die ruſſiſche Braut ſich beſtändig im Süden aufhielt, und der junge Tage in Helſing⸗ fors. Magnus wollte nicht daß der Junge nach Rußland zurückkommen ſolle.
So ſtanden die Sachen, als eines Tages Mag⸗ nus Canitz nebſt Frau nach Sibirien geſchickt wurde. Der General hatte ihn förmlich angegeben daß er eine Schwedin geheirathet, obſchon er nach dem Willen des Kaiſers mit einer Ruſſin verlobt war. Das Uebrige wiſſen wir. Während des Aufenthal⸗ tes der Gatten in Sibirien geſtand Ediths Mann, nachdem er ſeiner Frau einen heiligen Eid abge⸗ nommen das Geheimniß zu verſchweigen ſo lange der General lebe, daß ihr älteſter Sohn nicht todt ſei, ſondern als der einzige Erbe des Generals gelte
Als Edith nach ihrer Befreiung von Sibirien ſich ein Jahr in Frankreich aufgehalten hatte, ſuchte ſie Lothar auf. Dieß geſchah während ſeines Aufent⸗ haltes in Kronbrück. Sie war keine andere als die Dame welche Tage und Schuldfried, nachdem Lothar ſie mißhandelt hatte, in ihrem Wagen heimbrachte. Sie hatte durch einen Brief eine Beſprechung mit Lothar verlangt und ihn um ſeinen Beſuch gebeten, ſo lange ſie ſich unter einem angenommenen Namen in einem Wirthshaus bei Ektorp aufhielt. Ohne auf nähere Erklärungen über ihre Perſönlichkeit ein⸗ zugehen, ſagte ſie Lothar daß er nicht der Sohn der ruſſiſchen Fürſtin, ſondern ihr eigenes Kind ſei, und auf ſolche Art wurde ſie ſein guter Engel, der Wagners frühere Gewalt über ihn gänzlich erſchütterte..
Wagner dagegen war der jüngſte Sohn einer


