Teil eines Werkes 
Schuld und Unschuld : Roman : 3. Band (1862)
Entstehung
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53 Tage ein,„und zwar obſchon Du uns in gänzlicher Unkenntniß über Dein Schickſal ließeſt.“

„Tage, frage meinen Freund—“ Schuldfried reichte Aberney die Hand—„ob er mein Benehmen nicht zu würdigen weiß. Ich hätte nicht leben kön⸗ nen ohne Etwas von Denjenigen zu erfahren die mir theuer waren,“ fügte ſie traurig hinzu.

„Aber wir, wir mußten alle Nachrichten von Dir entbehren.“

„Wir ſind ja übereingekommen daß keine Vor⸗ würfe in Betreff der Vergangenheit gemacht werden ſollen,“ ſagte Aberney.„Ich verſtehe Schuldfried volltommen.“ Er ſtreichelte ihren Kopf; ſie ergriff, ganz wie früher, die Hand des väterlichen Freundes und küßte ſie.

s entſtand eine kleine Pauſe. Schuldfried war in wehmüthige Gedanken verſunken; Tage betrachtete ſie. Aberney unterbrach das Schweigen und ſagte, während er ſeinen Blick auf Schuldfried ruhen ließ:

„Wundert es Dich nicht daß Tage und Canitz auf einem ſchwediſchen Kriegsſchiff waren?“

Schuldfrieds Hols, Stirne und Wange ware von einer dunkeln Purpurflamme übergoſſen, als ſie antwortete:

„Ja, ich geſtehe daß es mich überraſchte, als man ſagte daß— daß— Canis in ſchwediſchen Dienſten ſtehe.“

Tage war bleich geworden, als Aberney von Neuem dieſen Namen nannte der in ſeinen Ohren ſo widerlich klang. Der Profeſſor that als ob er dieſen Eindruck nicht bemerkte und fuhr fort:

„Es iſt auch etwas höchſt Seltſames daß ein

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