4
gegen Natalie ſeinen Verdruß darüber merken ließ,
herrſchten; aber dann brauchte Natali
251—
p. Bei ſeinem Anblick verließ Tage ſogleich ſeinen az. Von dieſem Tage an konnte man ſagen daß Lothar die Gräfin beinahe verfolgte. Sobald er ſie ſah, war er an ihrer Seite, aber er belagerte ſie ganz und gar nicht mit Bitten oder Fragen, ſon⸗ dern ſprach mit. ihr von Reiſen, vom Aufenthalt an verſchiedenen Orten und verwickelte die junge Dame manchmal ſo in ihrem Geſpräche, daß ſie ſich bei⸗ nahe verrathen mußte. Entweder war ſie beſtändig auf ihrer Hut und bemerkte Lothars Abſicht, oder auch war die ganze Bekanntſchaft mit Fräulein Smith bloß fingirt, denn ſonſt hätte ſie bei den plözlichen Wendungen welche Lothar dem Geſpräche gab ſchlechterdings manchmal ein aufklärendes Wort ſagen müſſen. Lothars oft ſonderbare Art und Weiſe ein Geſpräch zu führen hatte bloß zur Folge daß ſie ſich daran amüſirte und daß Tages Neid ge⸗ weckt wurde. Da man Natalie und Lothar oft bei⸗ ſammen ſah, ſo zogen die Cameraden ihn wegen ſeiner hartnäckigen Hofmacherei auf. Dieſer Scherz war für Tage eine neue Hölle, verſezte ſein Blut in wilde Gährung und gab ſeiner Bewunderung für die Gräfin eine qualvolle Heftigkeit. Er konnte es nicht ertragen Lothar und ſie mit einander ſpre⸗ chen zu ſehen. Es war ihm unausſtehlich ihr Lachen zu hören wenn Lothar mit ihr ſprach; obſchon er nicht wagte ſich dadurch lächerlich zu machen daß er
4
ſo konnte er doch nicht verhindern daß ſein Geſicht das Gepräge all der Eindrücke annahm die ihn be⸗


