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„Ah!— Ich hatte die kleine Sängerin ver⸗ geſſen über..
„Auch ich hatte die Urſache des Auftritts mit den Kindern vergeſſen, bis ich heute an dem kleinen Pachthof vorbeikam und mein Ohr von den feſſeln⸗ den Tönen getroffen wurde.“
„Und wie konnten Sie beim Vorbeifahren die⸗ ſelben auffangen?“
„Nichts einfacher als das. Ich gedachte meine ehemalige Patientin zu beſuchen, und als ich in die⸗ ſer Abſicht ans Gitterthor hinabkam, blieb ich un⸗ beweglich ſtehen, denn aus einem der offenen Fenſter des Hauſes ſcholl eine entzückend ſchöne Stimme welche die Arie der Anna aus Don Juan ſang. Sie that dieß mit jenem glühenden Ausdruck der Vernunft und Gefühl mit ſich reißt. Ich konnte unmöglich meinen Plaz verlaſſen bevor der Geſang vollendet war, und als ich Fräulein Smith traf, ſagte ich zu ihr, eine ſolche Stimme ſei für die Scene beſtimmt und...
„Wie Doctor?“ rief Lothar heftig;„Sie wagten
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es wirklich dieſem unſchuldigen Mädchen die Belei⸗
digung zu ſagen daß ſie Sängerin werden ſollte?“ „Worin beſtand die Beleidigung, Herr Baron?“ In dem bloßen Gedanken daß ſie für Geld und vor einem ganzen Publicum ſingen ſolle; ſie, dieſes einfache und reinherzige Naturkind ſoll die beſudel⸗ ten Bretter des Theaters beſteigen!“ Lothar begann auf und ab zu gehen. Der Doctor antwortete lächelnd: „Reinherzig und unverdorben ſind wir Alle eſe mal geweſen, aber Niemand bleibt es bis zu ſeinſtes


