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„Das iſt wahr. Sie müſſen indeſſen eine Mah⸗ nung um den Pacht ergehen laſſen und fragen wann ſie ihn bezahlen könne.“ 2
„Wollen ber Herr Doctor daß ich eine Zahlungs⸗
friſt beſtimmen ſoll?“*
3 Wagner beſann ſich eine Weile. Er berechnete
gleichſam was geſchehen könnte, und welcher Augen⸗
blick der paſſendſte wäre um Frau Smith ins Ge⸗
dränge zu bringen. Endlich ſagte er:
3„O nein, Sie fahren morgen hin, mahnen höf⸗ lich und erſuchen die Dame ſelbſt zu ſagen wann ſie
ihre Schuld bezahlen könne. Zugleich können Sie
doran erinnern doß die Zeit zur Verlängerung des
Contractes ſchnell hetagrücke.“
Der Doctor verabſchiedete den Verwalter der unter demüthigen Bücklingen abzog. Als er fort war, klingelte der Doctor, und nun öffnete ſich eine kleine Tapetenthüre neben einem Bücherſchrank. Ein etwas älterer Mann als der Doctor, mit magerem und widerwärtigem Geſicht, kam zum Vorſchein. Er war ganz ſchwarz gekleidet und ging gebeugt⸗
„Was Neues aus Abo?“ fragte Wagner ohne
ſich umzuwenden. Er wußte aus dem Geräuſche des
Thürſchloſſes daß der magere Herr ſich im Zimmer
efand. Der Doctor ſaß ſo daß er dem Eintreten⸗
den den Rücken zukehrte. Dieſer war lautlos vor⸗
angeſchritten und ſtand hinter Wagners Stuhl, als
er antwortete: 6 „Sie haben heute Abo verlaſſen und ſind unter⸗ wegs hieher.“ 5 „So! Und die Correſpondenz? „Iſt abgefangen.“


