Aberney in Folge eines plözlich tödtenden Giſtes
hatte, lag zerbrochen neben ihm.
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war dieß auch zu verwundern? Im Vetl uf von anderthalb Jahren hatte ſie ja Mutler und Schwie⸗ germutter verloren. In Victor regte ſich jedoch der Argwohn daß Harm ihren Mann nicht liebe, ſondern von einer geheimen Liebe verzehrt werde.. Eines Tags, ſechs Wochen nach Victors Heim⸗ kehr nach Uleaburg, ſaßen Aberney und Victor am Mittageſſen bei Ehrmann, als eine von Caſpars* Mägden zu ihnen hereinſtürzte und rief: k
„Der Herr iſt todt vom Stuhle gefallen, nach⸗ dem er von einem Glas Wein getrunken hatte.“
Die beiden Alten und Victor eilten über die Stroße und in Caſpars Wohnung. Sie fanden ihn rücklings auf dem Boden liegend und Harm, mehr einer Bildſäule als einem lebendigen Weſen ähnlich, über ihn hingebeugt. Der herbeigerufene Arzt erklärte daß Caſpar
geſtorben ſei. Der Reſt des Weines wurde unter⸗ ſucht; man fand aber kein ſolches darin, und ebenſo wenig in den Ueberreſten der Speiſen die auf dem Teller waren. Das Glas woraus Caſpar getrunken
Jezt folgte eine genaue Unterſuchung, woraus„ ſich ergab daß unter den von Caſpar aufbewahrten Drognen die Flaſche mit der Blauſäure geöffnet wor⸗ den war. Eine Magd erzählte, ſie habe eines Tags geſehen wie die Frau gerade dieſe Flaſche in den Schrank zurückgeſtellt habe. Da während der Mahl⸗ 3 zeit Niemand im Zimmer geweſen war, außer der Dienerin und Harm; und da leztere. den Wein ein⸗ geſchenkt hatte woran Caſpar ſtarb, ſo wurde eine


