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Leben und Bewegung. Der Kapitän bereitete ſich, die Anker zu lichten und unter Segel zu gehen. Er erwartete blos noch die Schaluppe, welche an's Land gegangen war, um die letzten Paſſagiere einzunehmen, welche mit demſelben in die neue Welt abgehen wollten.
Auf der Hafenbrücke von Gothenburg ſtand ein Mann, in einen dichten Mantel gehüllt, und erwartete den Augenblick, wo die Schaluppe vom Washington anlegen würde.
Der Hut war über die Augen hereingedrückt, und es ſchien, als ob er ſo viel als möglich ſich den neu⸗
ierigen Blicken zu entziehen wünſchte. Die Schaluppe hut nur noch einige Ruderſchläge zu thun, ehe der⸗ jenige, welcher hier wartete, hineinſpringen konnte, als ein Wagen im ſchnellſten Laufe am Landungsplatze
anfuhr und Halt machte.
Der Mann im Mantel drehte ſich haſtig, beinahe erſchrocken um und warf einen Blick auf die Equipage.
Herausſprang eine ſchlanke Frauengeſtalt. Sie eilte auf den Mann zu.
„Mein Gott, Gurli,“ rief er,„iſt es möglich— Du kommſt hieher, um.
„Um dir ein letztes Lebewohl zu ſagen,“ fiel Gurli ein.„Ja, Allon, ich bin hieher gefahren, um dir noch einmal als Freundin die Hand zu drücken, und dieſen Brief zu übergeben. Lies ihn, wenn Du draußen auf der See biſt. Nun lebe wohl! Schreibe und laß mich wiſſen, wie das Schickſal ſich jenſeits des Oceans für dich geſtaltet, und wie Du dir eine neue Bahn zu brechen gedenkſt. Gedenke freundlich meiner!“
Gurli uͤbergab ihm einen verſiegelten Brief, drückte ihm die Hand und war im nächſten Augenblick


