zurückgewichen; aber im nächſten Momente eilte ſie auf ihn zu und ſtammelte: „Allon!“ „Ja, es iſt Allon, welche hier deine Ankunft erwarten wollte, um dir ein ewiges Lebewohl zu ſagen,“ ſprach er in ſo traurigem Tone, daß Gurli's Herz erbebte.—„Ich wußte,“ fuhr er ſort,„Du würdeſt nicht unter dem Dach von Birgersborg ſchla⸗ fen, ohne zuvor dieſe heilige Ruheſtätte zu beſuchen, und ich dachte, wenn ſich auf Erden ein Platz fände, wo Du mir deine Verzeihung nicht verſagen würdeſt, müßte es auf deiner Mutter Grab ſeyn. Ich bin deßhalb ſchon mehrere Stunden hier geſeſſen und habe deine Ankunft erwartet.— Gurli, ſchon morgen wende ich Schweden den Rücken und ziehe nach Amerika. Ich kann nicht mehr hier bleiben; ich muß fort. Aber ich konnte nicht abreiſen ohne deine Verzeihung.“
Allon ſchwieg.
Gurli athmete tief auf. Sie legte die Hand auf das weiße Marmorkreuz, als ob ſie ſich daran halten wollte, und begann nach einer kurzen Pauſe:
„Allon, ich habe Nichts zu verzeihen; auch ich ſehlte und habe dir ebenſo viel abzubitten, als Du mir.“
Sie bot ihm die Hand und ſetzte ſanft hinzu:
„Laß' uns hier, umſchwebt von dem Geiſte mei⸗ ner Mutter, einander zur Verſöhnung die Hand rei⸗ chen, das Vergangene vergeſſen und uns trennen ohne Groll und Bitterkeit.“
Allon ergriff Gurli's Hand, ſchloß ſie in die ſei⸗ nige und murmelte:
„Du weißt nicht, wie ſchwer ich mich an dir ver⸗ ſündigt habe.“
„Ich will es auch nicht wiſſen.“.
„Aber Du mußt es; denn das einzige Gute,


