Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 3. Band (1864)
Entstehung
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An demſelben Tage, wo dieſe erfolgen ſollte, ſäßen Gurli und Eliſabeth beiſammen und ſprachen

über das genannte Arrangement, welches die Billigung der letztern nicht erhielt. Sie wünſchte aus Gurli's Mund eine Erklärung über den Grund einer ſolchen Handlungsweiſe zu vernehmen.

Es war Abend. Sie befanden ſich in einem Kabinet, aus welchem man in den Salon gelangte. Die Finſterniß hatte ſie überraſcht, ohne daß ſie darauf Acht gaben.

Gurli erzählte Eliſabeth von den Vermuthungen, denen ſie in Bezug auf Madame Teverino Raum ge⸗ geben. Sofort kam ſie auf Falkenſtern zu ſprechen⸗

In dem Augenblick, als das Geſpräch dieſe Wendung nahm, trat Madame Teverino in den Sa⸗ lon, um Gurli die verſprochene Antwort auf ihr An⸗ erbieten zu bringen.

Bei Falkenſterns Namen blieb ſie ſtehen, um das Geſpräch zu belauſchen, was ihr um ſo leichter wurde, da Eliſabeth und Gurli engliſch ſprachen. Mit geſpanntem Intereſſe hörte ſie Gurli ſagen:

Du mußt wiſſen, beſte Eliſabeth, daß mein Stiefvater einmal während ſeiner letzten Krankheit in einem Anfall von Dilirium die Worte ausſtieß:Wenn ſie und ihr Kind die Papiere fänden, welche ich in dieſem Eulenneſte verborgen habe, würde mein ganzer Reichthum ihnen zufallen; aber ſie werden niemols entdecken, wo der Beweis dafür, daß dieſes Vermögen ihnen gehört, zu finden iſt. Er ſchwieg und ich beugte mich zu ihm nieder und fragte: Von welchen Papieren ſprichſt Du, Papa? Bei dieſen Worten ſchlug er die Augen auf, ſah mir gerade in's Geſicht und murmelte:Weiß von keinen Papieren. Dann