Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 3. Band (1864)
Entstehung
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mit dem Verſtorbenen verwandt ſeyn könnte, und ſie in Madame Teverino die geſuchte Peſon gefunden hätte. In dieſer Vermuthung wurde ſie dadurch noch beſtärkt, daß Madame Teverino ein paar Mal von ihrer hingeſchiedenen Mutter in einer Weiſe ſprach, welche den Gedanken erregen mußte, jene Frau, welche in Birgersborg aufgetreten war, könnte Riemand an⸗ ders als Madame Teverino's Mutter geweſen ſeyn.

In Folge dieſer Vermuthungen und von der Hoffnung geleitet, etwas Licht in der Sache zu ge⸗ winnen, machte Gurli den beiden Künſtlerinnen den Antrag, den Sommer bei ihr in Birgersborg zuzu⸗ bringen.

Um jedoch einer Mißdeutung der Motive zu dieſer Einladung vorzubeugen, kleidete Gurli ihren Vorſchlag in ſolche Worte ein, als wünſchte ſie die⸗ ſelben für den Sommer nur zu dem Zweck zu enga⸗ giren, daß ſie ein paar ſo ausgezeichnete Talente zu ihrer Verfügung hätte.

Madame Teverino ſchien ſich Gurli's Anerbſeten zu überlegen. Sie wendete jedoch ein, daß ihre Toch⸗ ter unbedingt mehr verdienen würde, wenn ſie ſich nach verſchiedenen europäiſchen Hauptſtädten begäben.

Gurli begriff, daß Madame Teverino nur den Preis für ihren und Amy's Aufenthalt daſelbſt ſtei⸗ gern wollte, und ſtellte ihr darum ein ſo vortheilhaftes Offert, daß deren Eigennutz dadurch zufrieden geſtellt werden mußte.

Gurli raiſonnirte ſo: wenn ich durch ſie dem Geheimniß, das mich quält, auf die Spur komme, ſo habe ich dieſe Entdeckung damit nicht zu theuer bezahlt.

Madame Teverino bat ſich einige Tage Bedenk⸗ zeit aus, ehe ſie ihre Erklärung abgäbe.

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