Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 3. Band (1864)
Entstehung
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ſ auseſſen, die ſie eingebrockt haben, das muß ich agen.

Gurli unterbrach, die Stirne runzelnd, die Alte mit den Worten:

Wir wollen nicht von Allon reden, er hat ge⸗ fehlt, ich aber auch. Es wäre eine grauſame Unge⸗ rechtigkeit, die ganze Schuld von unſerer unglücklichen Ehe auf ihn zu werfen. Ich bitte dich, Tante, als um einen Freundſchaftsbeweis, kein verletzendes Ur⸗ theil über Allon zu fällen.

O nein, ich kann ja ſchweigen; aber ein ſchlech⸗ ter Lümmel bleibt er doch, wie er ſein Leben lang geweſen, das muß ich ſagen.

Amen, fiel Walter mit ſeinem ſchlauen Lächeln ein,und nun, liebe Tante, bleibt mir nur noch zu erzählen übrig, wie das Schickſal Madame Teverino unſerer Gurli in den Weg führte. Das wünſchten Sie ja doch zu erfahren, Tante?

Allerdings, ſonſt hätte ich nicht darnach gefragt, erwiderte Tante Katharina, und ließ ihre Daumen tanzen, denn ſie war verdrießlich darüber, daß Gurli die Partei von demSchlingel Allon ergriff.

Damit verhält es ſich folgendermaßen, hob Walter wieder an;während ihres Aufenthalts in Paris, das letzte Jahr vor ihrer Verlobung, wohnte Gurli in einem Hotel der Rue de la Paix. Am erſten Abend, nachdem ſie ſich daſelbſt einquartirt hatte, hörte ſie, im Begriff zur Ruhe zu gehen, eine ſchöne Stimme eine Arie aus einer bekannten Oper ſingen.

Betroffen davon, lauſchte Gurli auf den Geſang, der aus dem anſtoßenden Zimmer kam, und je länger ſie zuhörte, deſto mehr wurde ſie davon eingenommen.

Am folgenden Morgen erkundigte ſich Gurli, wer neben ihr wohne, und erhielt zur Antwort, es