Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 3. Band (1864)
Entstehung
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wirklich einige Wochen lang aus, als ob Eſther ihre Freiheit nur erlangt hätte, um zu ſterben. Als es endlich ein wenig ſich mit ihr beſſerte, war ſie immer noch ſo ſchwach, daß ſie Wochen lang nicht ſprechen konnte, und es dauerte ſomit lange Zeit, ehe ſie Gurli ihre Lebensſchickſale zu erzählen vermochte.

Das Klügſte von Allem, was ich gehört habe, iſt, daß Gurli ſich entſchloſſen hat, die Eheſcheidung

in Vollzug ſetzen zu laſſen, fiel Tante Katharina ein

als Walter ſchwieg.Es wäre in Cwigkeit ärgerlich geweſen, wenn ſie derſelben ein Hinderniß in Weg gelegt hätte.

Gott weiß, fiel Gurli nachdenklich ein,ich fürchte, daß ich dießmal wie immer zu voreilig ur⸗ theilte, und meine verletzte Eigenliebe das Wort füh⸗ ren ließ, beſonders da ich jetzt weiß, daß Allon erſt nach Empfang des falſchen Briefes von mir ſich dazu entſchloß. Zu meiner Entſchuldigung muß ich jedoch anführen, daß ich argwohnte, Allon habe um meine Entführung gewußt und ſeine Zuſtimmung dazu ge⸗ geben. Jetzt dagegen bin ich überzeugt, daß dem nicht ſo iſt, und darum iſt es mir oft vorgekommen, als hätte ich Unrecht gehandelt, daß ich nicht nach Schwe⸗ den ging und von ihm jelbſt eine Erklärung forderte.

Larifari, meinte Tante Katharina ungeduldig; es wäre dir etwa lieber, den Schelm noch einmal auf

dem Halſe haben und dich von ihm ruiniren zu laſſen.

O nein, es iſt ganz recht, daß Beate und er die