Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 3. Band (1864)
Entstehung
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ſeinen Stock gefaßt, um dem plumpen Bauern bei dem Loshauen auf Matthes behülflich zu ſeyn.

„Was ſoll das heißen?“ rief Gurli.—„Wer wagt es, einen wehrloſen und krüppelhaften Mann in ſeiner Wohnung anzufallen?“ ſetzte ſie, vor Zorn er⸗ röthend hinzu.

Der Großknecht zog ſich ſchnell bei Seite und der Bauer ließ ſeinen Prügel ſinken.

Die drei Kinder von Matthes, welche aus vollem Halſe zu ſchreien angefangen hatten, als ſie ſahen, daß man ihren Vater mißhandelte, ſchwiegen jetzt. Der arme Seemann ſtand an die Wand gelehnt und wiſchte ſich das Blut vom Geſichte ab. Er hatte einen Schlag quer über die Naſe bekommen.

Mit Verlaub, Euer Gnaden,“ nahm der Groß⸗ tnecht das Wort, indem er ſeine Mütze abzog; die Sache iſt ſo: der Inſpektor hat Matthes den Befeh gegeben, geſtern ſchon aufzupacken, wenn er ſich nicht hinauswerfen laſſen wollte, und jetzt hat derſelbe mich hieher geſchickt, um nachzuſehen, ob das Diebsvolk fort wäre.“

Gurli athmete heftig, wandte ſich aber, ohne gegen den Großknecht Etwas zu bemerken, zu dem Bauern, welcher Matthes geſchlagen hatte.

Und Ihr, Erik, was thut Ihr hier?“

„Ach, ich wollte nur dem Großknecht behülflich ſeyn, hier auszufegen, Euer Gnaden, denn ſehen Sie, ſeitdem der elende Burſche hier iſt, habe ich bemerkt, daß mir bald dieſes bald jenes weggekommen iſt, und ich weiß gewiß, daß er ſeine Kangille von Buben in die Stadt geſchickt hat, um dort einen Löffel zu ver⸗ kaufen, welchen ich voriges Jahr um Michaelis ver⸗ loren habe. Im Uebrigen, kann ich ſagen, ſind wir

nicht zu dulden geneigt, daß Euer Gnaden einen ſol⸗