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Gurli war den ganzen Tag mit Ertheilung von Befehlen an die Hausjungfer, die Wirthſchafterin u. ſ. w. und mit Anordnungen für den Empfang der erwar⸗ teten Gäſte beſchäftigt geweſen.
Das neue Gebäude im Park war möblirt und eingerichtet worden, ſo daß es zu einer Art von Sam⸗ melplatz dienen konnte, wo man, umgeben von Blumen⸗ duft, grünenden Bäumen und bläulicher Waſſerfläche verweilen konnte, um zu muſiciren, zu leſen, zu träu⸗ men und der Converſation zu pflegen.
Es war ein kleines Feenſchloß, welches Gurli hatte aufführen laſſen, ebenſo lächelnd und neu, wie das Hauptgebäude ſchwerfällig und düſter war.
Allon ſeinerſeits hatte den ganzen Morgen mit dem Inſpektor und Buchhalter zu thun gehabt, welche, ſeit Waiter fort war, bei dem Hausherrn ſich einfan⸗ den, um deſſen Befehle entgegenzunehmen.
Gurli griff nach ihrem Hut, um nach der Villa, wie der neue Bau genannt wurde, hinabzugehen, als Allon mit einem Brief in der Hand eintrat.
„Ich kann dich von Stephan grüßen,“ ſagte er, Gurli feſt in die Augen ſehend.„Ich erhielt einen Brief von ihm. Er behauptet, nach ſeiner Heimkehr von den Gerichtsſitzungen ſo viel in Breddal zu thun zu haben, daß er ſtark bezweifelt, ob er Zeit finden wird, uns hier zu begrüßen. Er bittet darum ſchrift⸗ lich, uns einen heitern Sommer und angenehmen Aufenthalt in Birgersborg wünſchen zu dürfen.— Kommt es dir nicht ſonderbar von Stephan vor, daß er, ſo nahe bei uns, zu einer Reiſe von kaum zwei
Reilen, um mit ſeinen Verwandten zuſammenzutreffen, nicht Zeit finden ſoll?“ „Nicht in Mindeſten,“ verſicherte Gurli mit der gleichgiltigſten Miene von der Welt,„Stephan hat es


