Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 2. Band (1864)
Entstehung
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Als Gurli gegen Walter äußerte, ihr Mann würde ſich niemals erlauben, ein Complott mit Grünlund zu ſchließen, horchte Allon gerade auf einen Plan, wel⸗ chen ſein ehemaliger Lehrer aus einander ſetzte, um n dadurch zur Aufhebung des Kontraktes zu ver⸗

elfen. Wir wollen jedoch von demſelben keine weitere Rechenſchaft geben, denn die Ereigniße vereitelten Grünlunds Intriguen.

Es war Abend, und die Sonne ſtand eben im Begriff, ihr Auge zu ſchließen, als Allon von ſeinem S in der Wohnung des Comminiſters zurück⸗ ehrte.

Seine Stirne war finſter, ſeine Lippen zuſam⸗ mengepreßt, und ſein Inneres mißvergnügt.

Je mehr er auf dem Heimweg Grünlunds Worte überdachte, deſto gehäſſiger erſchien ihm nun Gurli's Handlungsweiſe, wodurch er von einem Vermögen, welches mit Recht in Folge ſeiner Verheirathung ihm hätte zufallen ſollen, ausgeſchloſſen war.

Allon vergaß, wie oſt er in dem erſten Jahr ſeiner Ehe Gurli dafür gedankt hatte, daß ſie es ihm erſparte, mit der Gabe ihrer Hand auch einen Reich⸗ thum annehmen zu müſſen, welcher nur ſeine Glück⸗ ſeligkeit vergiftet haben würde; denn in einem ſolchen Fall hätte ſie ſich von der Uneigennützigkeit ſeiner Liebe nicht überzeugen können u. ſ. w.

Alle jene exaltirten Aeußerungen waren nun ver⸗ geſſen, und Allon wurde einzig von ſeinem Verlangen nach jenem Golde beherrſcht, welches ſchon in ſeiner

Kindheit ihn ſo feindſelig gegen Gurli geſtimmt hatte.

Niemals ſeit jener längſt vergangenen Zeit hatte Allon ſein Inneres ſo ausſchließlich mit dem Gedan⸗ ken daran beſchäftigt gefühlt. Es war ihm, als er