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ſchreiben, aber nicht an Madame Teverino, ſondern an den Comminiſter Grünlund.
Der Brief lautete:
„Ich kann mir das Vergnügen nicht verſagen, aus Anlaß der Niederlage, welche Sie, lieber Onkel, ſo eben erlitten haben und welche ich im höchſten Grade beklage, jetzt gleich an Sie zu ſchreiben.
„Der Onkel ſagte mir vor zwei Tagen, daß ich nicht mehr Herr genug in meinem Hauſe wäre, um Gurli beſtimmen zu können, Miß Stewart den Ab⸗ ſchied zu geben.— Nun wohl, in einer Woche hat die Miß aufgehört, ein Glied unſerer Familie zu ſeyn. Dieß iſt mein Werk.
„Mein hochgeehrter Verwandter dürfte alſo ein⸗ ſehen, daß ich wirklich nicht die bedeutungsloſe Null bin, deren Schein Mama und der Onkel mir aufbür⸗ den wollen.
„Ich will aber noch einen andern Beweis liefern, daß es mein Wille iſt, welcher gilt.
„Es iſt dem Onkel bekannt, daß Gurli meine ge⸗ ringen Auffrerkſamkeiten gegen eine gewiſſe Signora Teverino nicht gerne ſieht. Deſſen ungeachtet habe ich ſie eingeladen, den Sommer hier zuzubringen.
„Noch eins? Der Onkel prophezeite, Gurli würde nicht vierundzwanzig Stunden vergehen laſſen, ehe ſie Tante Katharina beſuchte, um dort mit Stephan zu⸗ ſammenzutreffen. Gurli hat nicht eine Miene ge⸗ macht, zu der Alten zu fahren, als ſie hörte, daß es
mir zuwider wäre.
„Wenn ich einmal Luſt zu einem Beſuche habe,
ſo werde ich mich in dem Hauſe des Herrn Commi⸗
niſter einſtellen, hoffe aber dann mit der Behauptung Schwartz, Der Rechte. M. 15


