Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 2. Band (1864)
Entstehung
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A4. Von Gurli's Wangen entwich die Farbe und ſie

te:

„Allon hat Recht, unſere Herzen werden einander niemals verſtehen.“

„Darf ich nun wiſſen, warum Du trotz meines Wunſches Walter und Eliſabeth in deinem Hauſe be⸗ hältſt?“ begann Allon nach einer Weile wieder, indem er Gurli die Hand bot.—„Merke wohl, Gurli, ich ſage in deinem Hauſe, weil ich ſehr wohl weiß, daß Birgersborg nicht mir gehört.“

Gurli ließ die letzten Worte vorübergehen, ohne ihnen einige Aufmerkſamkeit zu ſchenken. Sie ant⸗ wortete kalt, ohne die dargereichte Hand zu faſſen:

„Eliſabeth iſt mir theuer, und ich bin ihr zu Dank verpflichtet für das wenige Gute, welches ich an mir habe. An dem Tage, da ſie an meiner Seite ſehie würde ich den beſſern Theil meines Ichs ver⸗ miſſen.“* „Siehſt Du, Gurli, wie wenig ich dir bin,“ fiel Allon mißvergnügt ein.„Wäre ich, was Eliſabeth iſt, ſo würdeſt Du ihrer nicht bedürfen. Du ſprichſt immer nur davon, daß Du für mein Glück Alles opfern

könneſt. Worte, Gurli, leere Worte, Du haſt für daſſelbe nicht einmal Miß Stewart aufopfern können.“

„Und wenn ich es gethan hätte, würdeſt Du dann wohl an meine Zuneigung geglaubt haben?

„Mehr als jetzt.“

„Nein, Allon, Du würdeſt gedacht haben: ſie hat mir zulieb ihre alten Freunde vergeſſen; ſie kann eines Tags auch mich um eines neuen Intereſſe's wil⸗ len vergeſſen. Meine Treue gegen die wenigen, denen ich zugethan geweſen, ſollte dir zum Beweiſe dienen, daß mein Charakter beſtändig iſt; der wird ſich nie⸗

mals ungetreu, merke dir das, Allon.“