Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 2. Band (1864)
Entstehung
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als jedem andern fallen, wieder umzuwenden, weil es ihm an Kraft und Seelenſtärke hiezu gebrach.

Wäre in Beate's Bruſt wirklich ein Begriff von Recht und Unrecht, und von den Pflichten, welche ihr als Mutter oblagen, zu finden geweſen, ſie würde mit Entſetzen an die Folgen ihrer Erziehung und an die Gefahr, die Leidenſchaften in Allon's Seele aufzu⸗ reizen, gedacht haben.

Nun aber hatte dieſe Frau nur eine Auffaſſung von dem Glück des Lebens, nur ein Streben, und dieß beſtand darin ihren Sohn reich zu ſehen. Zur Etrichung dieſes Ziels ſchien ihr kein Opfer zu 8,

deh Jimmern, welche von Mathilde Braun und ihrem Sohn bewohnt wurden, ſaßen beide mit⸗ einänder an einem der geöffneten Fenſter.

Nun, mein lieber Junge, wie gefällt dir Gurli? Findeſt Du ſie nach Frn Aufenthalt in England verändert? fragte Mathilde und ſchaute mit einem inichen Blick ihrem Sohne in das idealſchöne An⸗ geſicht.

Sie gefällt mir jetzt wo möglich noch weniger als jemals, erwiderte Stephan.Zu ihren übrigen unangenehmen Eigenſchaften hat ſich jetzt noch ein gewiſſes Haſchen darnach geſellt, in einem edelmüthi⸗ gen Lichte dazuſtehen, welches demjenigen widrig er⸗ ſcheinen muß, der gleich mir Kenntniß davon hat, daß ſie ohne alles Herz iſt.

Du biſt hiebei ſehr ſtreng, lieber Sohn. Ich habe allerdings nicht viel von Gurli geſehen und bin

zu gleicher Zeit nicht ſehr ſcharfſinnig, aber ich möchte