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„Welche Frage! Sollte ich nicht wünſchen, daß Du die Gattin der reichen Gurli Falkenſtern wirſt— der Beſitzer von Millionen?“
„Aber Gurli iſt ja ein gottloſes und verlorenes Weſen,“ fiel Allon ein.
Beate ſah ihn mit einem langen Blick an und wandte ſich gegen die Thüre, indem ſie ruhig be⸗ merkte:
„Ich könnte dir antworten, aber ich will es nicht. Schlafe wohl und entſage, wenn Du Luſt haſt, der Frau, welche Du zu lieben verſicherſt, und mit ihr all dem Golde, welches ſie beſitzt. Ich werde dich nicht mehr auf die Gefahren hinweiſen, welche dein Glück bedrohen. Gute Nacht!“
Beate entfernte ſich. Allon ließ ſie gehen. Die Worte der Mutter hatten jedoch, obwohl er ſie gering zu achten ſchien, die Wirkung, daß ſie ſeine Eiſerſucht erregten.
Allon war verliebt, war in eine unermeßlich reiche Frau verliebt, und dieß hieß ſo viel als daß er in ihrer Perſon unwillkürlich einem gedoppelten Intereſſe, dem des Herzens und dem des Eigennutzens ſeine Huldigung darbrachte.
Wir müſſen jedoch der Wahrheit gemäß aner⸗ kennen, daß Allon das letztere als Nebenſache be⸗ trachtete.
Es liegt indeſſen in dem Reichthum ein eigener Reiz. Welche blendenden Bilder, welche berauſchen⸗ den Freuden können nicht daraus entſpringen, und wie verlockend muß nicht einem jungen Mann das Leben an der Seite einer reichen und geliebten Frau erſcheinen.
Nichts iſt auf Erden dankbarer, als ſchlimme Ge⸗ danken und Gefühle zu erwecken. Sie bedürfen ſo


