Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 1. Band (1864)
Entstehung
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entſchloſſen, jeder entſcheidenden Erklärung auszu⸗

weichen. Stephan blieb ſo, wie er vom Beginn ſeines

Wiederauftretens ſich gezeigt hatte, und oft gingen

ſeine Sarkasmen gegen Gurli ſo weit, daß Tante Katharina mit einem:Nun, das muß ich doch ſagen, das muß ich ſagen eine kleine moraliſche Vorleſung einleitete, welche damit anfing und ſchloß, daß ſie ihn

gar nicht mehr kenne, daß er ſich ſehr zu ſeinem Nach⸗

theil verändert habe u. ſ. w.

Bei ſolchen Gelegenheiten nahm Stephan die Alte in den Arm und drehte ſie einige Mal im Kreiſe herum, indem er verſicherte, ſeine Anhänglichkeit an ſie habe ſich wenigſtens nicht verändert.

Er war in ſolchen Augenblicken ſo ſchön, daß

Tante Katharina bei ihrer Predigt aus dem Text

kam, bis wieder eine neue Veranlafſung zur Rede ſich Sit⸗ welche ganz auf dieſelbe Weiſe unterbrochen wurde. Inzwiſchen beluſtigte man ſich zu Birgersborg ſo viel man konnte. Man beſuchte und empfing Nach⸗ barn, machte Luſtpartien, arrangirte kleine Feſte und

Fahrten auf dem See, und die Freude verlieh der

Zeit Schwingen.

Pötlich zog ſich Gurli von allen dieſen Veran⸗

ſh zurück und nahm keinen Theil mehr ara

ſtern zu, welcher unter den Andern ſich nicht mehr ſehen ließ. Sie glaubte nämlich bemerkt zu haben,

daß mit ſeinem Ausſehen eine ſichtbare Veränderung

vorging. Die Augen hatten ihren Glanz verloren und waren eingeſunken, die Wangen wurden noch gelber, und ungeachtet er es zu verbergen ſuchte, be⸗

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n. Sie brachte mehre Stunden täglich bei Falken⸗

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