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Alles, was um ſie herum vorging, obwohl ſie, was in ihrem Innern ſich regte, unter einer frommen De⸗ muth zu verbergen ſuchte.
Falkenſtern hatte ſie brieflich auffordern laſſen, nach Birgersborg zu kommen, um dort mit ihrem Sohn zuſammenzutreffen.
Beate begrüßte Gurli unter Thränen und äußerte einige fromme Wünſche, was die Wirkung hatte, daß Gurli die Stirne runzelte und im Stillen Tante Beate bis zum Abſcheu unerträglich fand.
Mathilde war ihrer Auffaßung nach eine beſchei⸗ dene Null. Dieſes Urtheil hatte ſchon bei deren er⸗ ſtem Beſuche über Mathilde ſich gebildet.
Wer ihr am meiſten gefiel, war der flinke Braun, ein ächter Seemann an Leib und Seele.
Mit jubelnder Freude hieß Gurli ihren frühern Lehrer willkommen, und mit einem halb ſchelmiſchen, halb verlegenen Lächeln reichte ſie Allon die Hand.
Bei Blom's und Allon's Anblick wurde Gurli ſo froh, daß ſie nicht mit einem Auge Stephan anſah, welcher zuletzt aus dem Wagen ſtieg und auch zuletzt die Treppe heraufkam, auf deren oberſter Stufe ſie ſich befand.
Allon hatte Gurli mit Wärme die Hand geküßt; man ſah, daß das Intereſſe, welches er früher für ſie gefaßt hatte, durch die Entfernung nicht abgekühlt, ſondern eher an Stärke gewachſen war.
Es dauerte einige Sekunden, ehe Allon ſich zur Seite zog, um Stephan Platz zu machen; aber als
dieß geſchah, trat Gurli ein paar Schritte zurück, ſo frappirt war ſie von ſeiner äußern Erſcheinung.
Es war nicht mehr ein Jüngling, den ſie vor ſich hatte, ſondern ein Mann von ſchlänkem und mus⸗


