Teil eines Werkes 
Der Rechte : Erzählung : 1. Band (1864)
Entstehung
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ſtummte ſie zuletzt gleichfalls und trat ſchweigend in den Garten.

Ein friſcher Frühlingswind wehte vom See her und zog ſpielend an ihnen vorüber.

„So, ſo, Du glaubſt Birgersborg gleiche einem Geſpenſt aus dem Mittelalter—“ begann auf einmal Falkenſtern, als ob er aus ſeinen Gedanken erwache, und zur Antwort auf das, was Anna ſchon vor einer langen Weile geäußert hatte.—„Du kannſt Recht haben, und woüte ich meiner Neigung folgen, ſo riße ich dieſen ganzen Steinklumpen bis auf die letzte Spur nieder und baute mir eine neue und geſchmackvollere Wohnung. Aber das würde allzuviel koſten, und deß⸗ halb bleibt das„Geſpenſt“ ſtehen.“

e allzuviel koſten“, wiederholte Anna lä⸗ elnd.

„Ja, gewiß; oder hältſt Du mich vielleicht für ſo reich, daß ich um einer Laune willen die Thaler zu Tauſenden wegwerfen könnte?“

Falkenſtern heftete ſeine ſcharfen Augen auf Anna, als ob er in ihrem Herzen leſen wollte.

„Ich halte Dich für ſo reich, daß Du für die Verſchönerung deines Gutes jede beliebige Summe aufopfern könnteſt, wenn Du irgend Luſt dazu hätteſt,“ ewiederte Anna.

„Und für wen follte ich denn ein neues Haus aufbauen? Für meine Erben vielleicht?“

„Für wen ſparſt Du denn dein Geld? Du ſagteſt ja ſo eben: wollte ich meiner Neigung folgen, ſo riße ich dieſes Haus nieder und baute mir ein an⸗ deres. Wohlan, ich antworte: folge deiner Neigung und kümmere Dich nichts darum, was es koſtet.“ 2

„Der reichſte Mann kann ſich durch Bauen rui⸗ S

niren, und das Reſultat von einer Nachgiebigkeit ge⸗