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ben und deſſen Wappenſchild über ſeinem Grabe zer⸗ brochen war, kam das Gut zum Verkauf und ging in den Beſitz eines reichen Bauern über.
Einige Jahrzehnte verblieb Birgersborg in den Händen dieſes ſeines Eigenthümers; aber nach ſeinem
Tode wurde es wieder verkauft und fiel damit noch
einmal einem Edelherrn zu. Der neue Beſitzer war ein Mann, von deſſen
frühern Lebensſchickſalen man nur ſo viel erfahren
hatte, daß er der Sohn eines armen Adeligen war, welcher in ſeinen Jünglingsjahren ſich nach Amerika begeben hatte, um daſelbſt ſein Glück zu machen.
Bengt Falkenſtern war ſomit in der neuen Welt geboren und erzogen worden, welche er jedoch in einem Alter von achtundzwanzig Jahren verließ, um ſich in der Heimath ſeines Vaters niederzulaſſen.
Er hatte eine junge Frau und zwei zarte Kinder ſammt einem Mulatten Names Walter Yactes nach Schweden mitgebracht.
Einige Wochen nach der Ankunft der Falken⸗ ſtern'ſchen Familie zu Birgersborg langte auch eine ältere Frau, eine Wittwe Oerner, verwandt mit Bengt,
aſelbſt an.
Sie wurde als Hausverwalterin eingeführt, denn
die Gattin des reichen Mannes war mit Sprache und WVerhältniſſen in Schweden allzu unbekannt, um dieſes
Anmt zu übernehmen, ſelbſt wenn ihr Vermögen nicht von der Art geweſen wäre, daß ſie einer ſolchen Sorge ſich überhoben betrachten konnte.
ehn Jahre vergingen, als der Tod dieſes Haus
heimſuchte, wo man ſich für Geld Alles, mit Aus⸗ ahme der Geſundheit, verſchaffen konnte,
alkenſterns Gattin, welche an einer langen Zehr⸗ krankheit litt, ſtarb dahin, und im Laufe der dar⸗
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