.
. 160
und mit dem jüngſten Kind an der Hand, die Treppe zu der Behauſung ihrer Ahnen hinaufflieg, ruhte eine milde Wehmuth auf den ſonſt ſo friedlichen Zügen, und eine Thräne zitterte an ihren Augen⸗ lidern. Erinnerungen, bitter und ſüß, überwältigten ſie; als ſie aber zu ihres Gatten liebevollem Ange⸗ ſicht emporſchaute und dann ihre ſchönen Kinder be⸗ trachtete, verſchwanden die Schatten, und ihr Antlitz ſprach nur von inniger Dankbarkeit und gab zu erkennen, daß Liebe verſöhnt hatte, was durch Haß verbrochen worden war. Sie hatte dem armen Opfer einer hölliſchen Rache die Ruhe und den Frieden wie der geſchenkt, deren es ſo lang beraubt ge⸗
weſen war.
Eude.


