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kranken, zehnjährigen Tochter die alleinigen Herren zu Broborg geweſen.
„Ich erinnere mich noch genau, als ob es erſt von geſtern her wäre,“ ſagte der Inſpector zu ſeinem Sohn,„wie der Oberſt aus dem finniſchen Kriege heimkehrte. Er war damals gerade nicht in der heiterſten Stimmung: aber für Starks ſchöne Carin hatte er deſſen ungeachtet Augen.“
„Es geht doch recht ſonderbar in der Welt zu,“ meinte dieſer;„jetzt iſt der Sohn derſelben Carin Herr zu Broborg.“
„Nicht mehr, als recht und billig, dünkt mir.
Ein tüchtiger Mann iſt unſer gegenwärtiger Guts⸗
herr, das wiſſen wir alle.“
„Da kommt der Oberlandrichter!“ rief man von der Allee her, und im nächſten Augenblick fuhren zwei Wagen in den Hof.
In dem erſten ſaß Birger, nun ein Mann von beinahe vierzig Jahren, und an ſeiner Seite Clara Wolf, welche ſeit vierzehn Tagen ſeine Frau war. Die allerdings nicht mehr junge, aber doch noch blühende und lebensfriſche Clara taugte vortrefflich als Gattin für Birger; und als ſie an ſeinem Arm die Treppe hinaufſtieg, dachten alle, ſie wären ein hübſches Paar.
Aus dem andern Wagen ſprang ein hochgewach⸗ ſener und kraftvoller Mann und half dann einer kleinen, ſylphidenartigen Frau und zwei blühenden Kindern gleichfalls ausſteigen. Es war der Archi⸗ teit, Profeſſor Alrik Welwort und ſeine Frau, Ga⸗ briella, mit ihren Kindern.
Als Gabriella, auf ihres Mannes Arm geſtützt


