Teil eines Werkes 
Ein Opfer der Rache : Erzählung : 2. Band (1864)
Entstehung
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warum opfern Sie dieſelbe? Darum, weil ſie veich iſt, weil möglicher Weiſe die Welt Sie beargwohnen könnte, als hätten Sie aus Eigennutz gehandelt. Sie können um Ihres Stolzes willen mich verlaſſen. Ich hätte eigentlich das Recht, Ihre Liebe zu be⸗ zweifeln, aber ich thue es nicht.

Sie fuhr ihm mit der Hand über die Stirne, indem ſie mit unbeſchreiblicher Milde hinzuſetzte:

Der Mann liebt anders als die Frau, denn ich kann Alles für meine Liebe opfern; aber es gibt Nichts, wofür ich dieſe zum Opfer bringen würde.

Gabriella, unausſprechlich geliebte Gabriella, höre mich!

Nein, laſſen Sie mich erſt ſchließen. Vor acht Tagen haben Sie mich verſtoßen, weil ich reich war; heute, Alrik, bin ich ebenſo arm, wie eine meiner frühern Dienſtmägde. Ich habe jenes Gold von mir geworfen, welches gleich einer Scheidewand zwi⸗ ſchen Ihnen und mir ſtand. Ich habe Alles, was mein eigen war, verſchenkt. Und nun frage ich Sie, ob die Gabriella, welche Nichts mehr beſitzt, als ihre Liebe, Alriks würdig iſt.

Beſter Leſer, Du mußt Dir mit deiner eigenen Phantaſie die nun folgende Scene ausmalen; mir fehlt es an aller Luſt, ſie zu ſchildern.

Am Mittwoch reiste Ernſt allein von Ekbaka ab, wohin er nie mehr zurückkehrte. Er nahm eine An⸗ ſtellung als Ingenieur in England an und blieb daſelbſt bis zu ſeinem Tode.

Sechs Wochen nach der oben angegebenen Unter⸗ führte Alrik Gabriella als ſeine Gattin nach

aka.