Teil eines Werkes 
Ein Opfer der Rache : Erzählung : 2. Band (1864)
Entstehung
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gegenzuarbeiten, ein Bemühen, welches ihr um ſo leichter fiel, da der immer ſtärkere Einfluß, wel⸗ chen Alrik über ſie gewann, zur Folge hatte, daß ſein Beifall für Gabriella zu einem Bedürfniß wurde, während dagegen ein mißbilligendes Wort von ihm eine ſtumme aber bittere Steigerung ihres Seelen⸗ ſchmerzes in ſich ſchloß.—

In Folge der für Gabriella ſich ergebenden Noth⸗ wendigkeit, Alrik öfters zu Rathe zu ziehen, wurden ſeine Beſuche zu Wettersnäs häufiger und länger, und dieß brachte natürlicher Weiſe eine zunehmende Vertraulichkeit mit ſich.

Er las Gabriella vor, beſprach ſich mit ihr über Dinge, welche ihr bisher fremd geblieben waren, und führte ſie auf ſolche Art allmälig in die Intereſſen des wirklichen Lebens ein.

Ernſt war einige Mal zu Wettersnäs geweſen. ohne daß er ſich jedoch Gabriella zu nähern geſucht hatte. Er ſchien durch ſtille Beobachtung ſich ihre und Alriks Stellung zu einander klar machen und beurtheilen zu wollen.

Bei dieſen Gelegenheiten war es ihm bei ſeiner ungewöhnlichen Gabe, durch ſein Geſpräch und ſeine Bildung Intereſſe zu erregen, immerdar gelungen, die Theilnahme der Anweſenden auf ſich zu ziehen, und wenn er voll Lebhaftigkeit und Wärme ſprach, hatten ſich Gabriella's Augen mit einem gleichmäßig bekümmerten und freundlichen Ausdruck ihm zuge⸗ wendet.

Eines Abends, als er zu Wettersnäs war, bat ihn Alfhild, zu ſingen.

Arrik ſchleuderte der Bittenden einen zornigen