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Wirklichkeit ſchön, das Leben froh und uns ſelbſt glücklich zu machen, denn ſie iſt das Höchſte und Tiefſte, was unſer Herz erfahren kann. Die Freude hin⸗ wiederum iſt des Lebens beſte Würze, wie iſt es alſo möglich, beide zu trennen? Ich kann mir eine wahnſinnige, kindiſch thörichte Liebe denken, welche Scherz und Lachen in ihrem ſteten Gefolge hat; aber ich kann jene fatale und ſentimentale Herzenspein, an welcher wir leiden, während wir lieb ſein ſollen, nicht als ein natürliches Gefühl erkennen. So zum Beiſpiel, wenn ich, wie Du, in Ernſt verliebt wäre, würde ich in ſeiner Gegenwart eitel Liebenswürdig⸗ keit ſein, weil ſein Anblick mir Freude machte. Und hätte die Natur mir auch blos eine Unze Geiſt oder Witz verliehen, ſo fühle ich, daß dieſe Unze in ſeiner Gegenwart zu einem ganzen Kapital werden ſollte womit ich unſer Zuſammenſein ſchmückte. Meine Freude, mein Glück ſollte ihm ein viel ſprechenderer Beweis meiner Liebe ſein, als alle ſchwindſüchtigen Seufzer und Blicke, und ich würde ihn nicht durch weichliche Empfindelei ermüden; dazu wäre mein Ge⸗ fühl viel zu friſch und lächelnd.“ „Das geht wohl an, wenn man weiß, daß eine Liebe erwiedert wird, daß man für das Herz, welches gegeben wird, ein anderes zurückerhält.“ „Egoismus, Alfhild, wenn Du aus Verdruß 1 darüber, keine Gegenliebe zu finden, denjenigen, wel⸗ chen Du liebſt, mit Deiner Melancholie plagſt, oder von Deinen kummervollen Blicken verfolgen läſſeſt. e i (
Sollte ich einmal hoffnungslos lieben,“— Clara war, trotz ihres Lächelns ſehr bleich geworden,— „ſo dürfte die Freude der Liebe mich doch nicht ver⸗


