Teil eines Werkes 
Ein Opfer der Rache : Erzählung : 2. Band (1864)
Entstehung
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Die letztere hatte ſich in dem Wohnzimmer der Mädchen im obern Stockwerk von Groß⸗Wettersnäs in einen Fauteuil geworfen, Clara zu Alfhilds Füßen auf einem Schemel Platz genommen.

Was iſt das für eine Idee, daß wir in dieſem

Kloſter hier wohnen und nicht mehr unſer klei⸗ nes, angenehmes Häuschen für uns allein behalten ſollen? fragte Alfhild in mißvergnügtem Tone. Ach, Du ewig unzufriedenes Kind; früher klagteſt Du darüber, daß Gabriella uns von ſich abſperrte und ihre Wohlthaten uns zuwürfe, wie

man einem Bettler ein Almoſen zuwirft; und jetzt

verdrießt es Dich, daß ſie dieſes, wie Du meinteſt, unzarte Benehmen wieder gut macht. Geſtehe, meine liebe Schweſter, daß man es Dir nur ſehr ſchwer zu Dank machen kann.

Wenn dem ſo iſt, ſo kommt es daher, daß ich ein ſtolzes Herz habe und mich niemals mit dem Gedanken befreunden kann, von Anderer Gnade leben zu müſſen. Hu! wie unerträglich iſt dieſes Leben hier; nun, wer iſt denn auf den klugen Einfall gekommen, daß wir hieher ziehen ſollen? Von Gabriella rührt er doch nicht her.

Von Alrik Welwort, antwortete Clara.Du kannſt gar nicht glauben, wie wunderlich er zuweilen iſt, und wie wüthend unhöflich, wenn nicht Alles nach ſeinem Willen geht.

Ah, das glaube ich wohl, denn in dieſer Be⸗ ziehung habe ich von dem Herrn genug gehört und geſehen. Ich empfinde eine gründliche Abneigung gegen ihn.

Das wäre unrecht; der Mann iſt hochgeſinnt

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