Teil eines Werkes 
Ein Opfer der Rache : Erzählung : 1. Band (1864)
Entstehung
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Das Frühſtück wurde hereingebracht, und gleich⸗ zeitig trat auch Clara ein.

Gabriella's Stirne verfinſterte ſich ein wenig, als Clara nach vorangegangener Begrüßung erklärte:

Heute, beſte Gabriella, mußt Du ſchon geſtatten, daß ich den Tag bei Dir zubringe. Alfhild iſt nach Aker zum Beſuch bei des Majors Familie abgegan⸗ gen, und ich bin ganz allein zu Hauſe, was mir unbeſchreibbar langweilig vorkommt.

Ich fürchte, Clara, daß Du es hier auch nicht unterhaltender findeſt, erwiederte die Couſine in ihrem gleichgültigen und matten Ton.

Laß das nur meine Sorge ſein, bat Clara. Aber was ſehe ich, ſetzte ſie hinzu, als Alrik ſei⸗ nen Hut ergriff;ich glaube, Herr Welwort beab⸗ ſichtigt, uns und das Frühſtück im Stiche zu laſſen?

Ja, ich muß nach dem Platze, wo wir mit der Grundlegung zu der neuen Kirche anfangen wollen, antwortete Alrik, indem er auf Gabriella zutrat, um ihr Lebewohl zu ſagen.

Frühſtücken Sie zuvor mit uns, bat Gabriella.

Nein, gnädige Frau, ich kam hieher, um zu ver⸗ nehmen, wie Sie ſich befinden, und nicht, um zu frühſtücken.

Aber das Eine hindert Sie ja nicht, das Andere zu thun.

Ich thue niemals etwas Anderes, oder mehr, als was ich mir vorgenommen habe; alſo leben Sie wohl bis zum Abend.

Heute bitte ich Sie aber, an unſerem Frühſtück Theil zu nehmen, ſagte Gabriella.

Bitten Sie mich nicht, gnädige Frau, denn im