Teil eines Werkes 
Ein Opfer der Rache : Erzählung : 1. Band (1864)
Entstehung
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ſchaft zu machen, was mich zu meinem Beſuche hier veranlaßte.

Dieſe Erklärung iſt nicht ſehr ſchmeichelhaft, antwortete Clara lachend.

Ich ſchmeichle niemals. Von mir können Sie ſich vielleicht daran gewöhnen, die Wahrheit zu hören, und es iſt gut, wenn Sie mich gleich zu Anfang unſerer Bekanntſchaft von dieſer Seite kennen lernen, da wir gezwungen ſind, eine Zeit lang in vertraulicher

Berührung mit einander zu ſtehen.

Gezwungen ſind? wiederholte Clara, ſichtlich ergözt über Alriks etwas originelle Weiſe, ſeinen Weg zu gehen.

Ich bitte, verſuchen Sie, ſich über den gewöhn⸗ lichen Kleinigkeitsgeiſt der Frauen zu erheben und ſich nicht an die Worte, ſondern an den Grund, wor⸗ auf ſie beruhen, zu halten. Daß derſelbe ein edler iſt, darauf kann ich Ihnen mein Ehrenwort geben. Ich habe einen Plan, und Sie müſſen mir helfen, denſelben in aller Bälde auszuführen, ſo daß ich zu dem Ziele gelange, welches ich zu erreichen wünſche.

Ich muß Ihnen helfen? fragte Clara, welche ſich trotz Alriks finſterer Miene des Lachens nicht enthalten konnte.

Laſſen Sie den Scherz für jetzt, im nächſten Augenblick werde ich gern miteinſtimmen. Die Sache iſt kurz die: ich habe mich entſchloſſen, Frau von Saint Sue gegen deren Willen der Melancholie und Betrübniß, worein ſie verſunken iſt, zu entreißen, ihr am Leben wieder Intereſſe beizubringen und Hoff⸗ nung und Glauben in ihr Herz zurückzuführen. Das iſt, Fräulein Clara, keine leichte Sache; aber ich