Teil eines Werkes 
Ein Opfer der Rache : Erzählung : 1. Band (1864)
Entstehung
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Stark, deſſen Treue Du damit lohnteſt, daß Du ihn ſchändlich um ſein einziges Gut beſtahlſt!

Während dieſes ſtillen Monologs war Stark vom Pferde geſtiegen und hatte es ſammt dem Gabriella's an einen Baum gebunden; da trat er gleichfalls auf den Kirchhof und nahm ſeinen Platz hinter dem Oberſt und Gabriella.

Weder er noch ſie gaben darauf Acht, daß Stark ſich ihnen angeſchloſſen hatte.

Der Oberſt ſtand vor einem einfachen, ſchwarzen, hölzernen Kreuze, welches nur mit dem Namen Carin bezeichnet war. Darunter ſtanden die Worte: Aufgeſchoben iſt nicht aufgehoben.

Weſſen Grab iſt das, Papa? fragte Gabriella und hing ſich ihrem Vater an den Arm.

Eines jungen Mädchens, das vor ſechszehn Jahren geſtorben iſt, antwortete der Oberſt be⸗ kümmert

Das meiner Tochter, fiel Stark hinter ihnen ein.

Gabriella fuhr zuſammen und drehte ſich zu Stark um. Der Oberſt blieb unbeweglich.

Komm, laß uns gehen, bat Gabriella und ſah zu dem Veteranen auf.Lieber, guter Stark, ſieh das Grab nicht ſo an, ſetzte ſie hinzu und ſtreckte ihre Hände empor, um den älten Mann zu ſtreicheln. Sei nicht ſo böſe auf deine arme Carin. Zürne lieber demjenigen, der ſie verleitete, dem Muthe zu entſagen, aber nicht ihr, die verleitet wurde. Siehſt

Du, Stark, nicht alle können ſo tapfer ſein, wie Du und ich. Du meinſt alſo, Gabriella, ich ſoll mit dem