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düſter.„Ich hatte, wie der Oberſt, nur eine Tochter.“
„Und wo iſt ſie jetzt? Iſt ſie in den Krieg ge⸗ zogen, wie ich thun werde, wenn ich einmal groß bin?“
„Jo, ſie ging in den Kampf und wurde getödtet,“ ſagte der Greis mit finſterer Stimme.
„Getödtet!“ wiederholte das Mädchen und ſchaute verwundert zu ſeinem alten Begleiter auf.„Armer, armer Stark, wie mißmuthig Du jetzt ausſiehſt; aber ſchau, Kamerad“— ein Schmeichelwort, deſſen ſich Gabriella gegen den Veteranen bediente—„als Deine Tochter muß ſie in tapferem Kampfe ge⸗ fallen ſein, habe ich nicht Recht? Du biſt ja Sol⸗ dat, und mußt Deine Freude daran haben, zu denken, daß Deine Tochter muthig in den Tod ge⸗ gangen iſt.“
Stark riß am Zügel und hielt ſein Pferd an, worauf er mit dumpfer Stimme erwiederte:
„Nein, ſie ſtarb wie ein feiger Deſerteur, der ſeine Ehre an einen Verräther verkauft.“
„Stark, jetzt ſiehſt Du garſtig aus,“ fiel die Kleine ein;„und wie Du ſo ſchlecht von Deiner verſtorbenen Tochter redeſt! Pfui, alter Kamerade, ich glaube beſtimmt, daß dein Mädchen ſo artig und lieb war, wie Gabriella.“
Der Alte ſchwieg und ſetzte ſein Pferd wieder in Gang.
„Verrätherei?“ nahm Gabriella wieder das Wort, „was heißt denn das?“
„Das heißt, wenn der Feind einen Soldaten überredet, feiger Weiſe und ohne Widerſtand ihm


