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aus Frankreich müſſen. Ich kann nicht erklären, was Schlimmes geſchehen kann; aber ich fühle, daß etwas Ihnen bevorſteht. Darum nehmen Sie das kleine Kapital, das ich für Sie zuſammengeſpart habe, und ziehen Sie hinweg, ziehen Sie in ein anderes Land und laſſen Sie mich leben und ſterben mit dem frohen Gedanken, daß ich Sie vor einer großen Gefahr be⸗ wahrt habe. Ach, Sie werden mich dadurch ſo glück⸗ lich machen; ich werde Sie ſegnen, ſo lang ich lebe. Wenn Sie meine Bitte erfüllt haben, ſo werden wir, Fidole und ich, heiter und vergnügt nach Savoyen zurückkehren.“
Der Junge hatte ſich vor Charlotte auf die Kniee geworfen. Seine Augen ſtanden voll Thränen, ſeine Lippen bebten. Auch Fidole, welcher zu ihren Füßen lag, erhob ſich und ſtand nun vor ihr und blickte ihr in das ſchöne Geſicht mit ſeinem einzigen klugen Auge, welches einen Ausdruck hatte, als ob er ſich mit ſeinem Herrn in der Bitte vereinigte, ſie möchte den gegebenen Rath befolgen.
Charlotte fühlte ſich von dieſem Beweiſe der Dankbarkeit und Anhänglichkeit tief gerührt; aber ſie antwortete ſanft, jedoch in beſtimmtem Tone:
„Ich kann dein Begehren nicht erfüllen; mein Platz iſt in Frankreich und nicht anderswo. Ich werde mein Vaterland niemals verlaſſen.“
Obwohl erſt achtzehn Jahre alt, erkannte der Savoyarde an ihrem Tone, daß jede weitere Bitte verloren wäre.
Er ſtand auf, ſtieß einen tiefen Schmerzensſeufzer


