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„Die Sache verhält ſich ſo,“ begann der Sa⸗ voyarde;„ſeit meinem neunten Jahre, da meine Mutter mir durch den Tod entriſſen wurde, habe ich Niemand gehabt, den ich ſo innig liebte, als meine kleine Schweſter in Savoyen und Fidele. Die erſtere ſtarb auch vor einiger Zeit, und nun iſt Fidole das einzige Weſen, an dem mein Herz hängt. Es gibt darum Niemand, der mir ſo viel Gutes that, als Sie, da Sie es übernahmen, meinen einzigen und theuer⸗ ſten Freund zu pflegen. Ich werde dieſes Werk nie⸗ mals vergeſſen. Als ich Fidöle geſund und munter wieder fand, da that ich der heiligen Jungfrau das Gelübde, nicht eher zu ruhen, als bis ich Ihnen meine Erkenntlichkeit beweiſen könnte. Ich bin nun gekommen, um mir die Erlaubniß von Ihnen zu er⸗ bitten, mich deſſelben einigermaßen zu entledigen. Und nicht wahr, Sie werden gegen mich ebenſo gut ſeyn, wie Sie gegen meinen Hund geweſen ſind? Sie werden mich nicht hinweggehen laſſen, ohne mich er⸗ hört zu haben?
„Mein Freund, ich weiß nicht, um was es ſich handelt,“ erwiederte Charlotte;„kann ich dein Be⸗ gehren erfüllen, ſo ſey verſichert, daß ich es thun werde.“
„Verſprechen Sie das?“ rief der Savoyarde.
„Ja, das verſpreche ich.“
Der Jüngling machte einen Freudenſprung, rief Fidole herbei und fragte ihn, ob er begriffe, wie glücklich ſie wären.
Charlotte wartete ruhig ab, bis die Freude des
Savoyarden ſich etwas gelegt hatte. Einige Augen⸗


