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einem Mittel ſuchte, um ihr Enkelkind Godards Händen zu entreißen— war es plötzlich eingefallen, daß ſie einmal bei einem Gang auf die Poſt Godard geſehen hatte, wie er, den Hut tief in die Stirne gedrückt und den Rockkragen hinaufgeſchlagen, dort einen Brief mit der Adreſſe an den Marquis*** abgab.
Bei dieſer Erinnerung ſtieg in der alten Frau das Verlangen auf, ſich zu rächen. Sie gab Godard als eine gefährliche Perſon an, weil er mit den Ari⸗ ſtokraten in Correſpondenz ſtände.
In damaliger Zeit bedurfte es nichts weiter, als eines Stücks von einem Briefe, eines Portraits oder der geringſten Kleinigkeit, um Verdacht zu wecken und den Unſchuldigſten auf das Schaffot zu bringen.
Wie viel ſchneller mußte alſo derjenige expedirt werden, welcher darüber betroffen wurde, daß er ein falſches Spiel getrieben und unter dem Schein eines
warmen Anhängers der neuen Ideen eine denſelben
feindliche Correſpondenz geführt und ſich an den royaliſtiſchen Intriguen theilhaftig gemacht hatte. Die Briefe, welche man bei Goderd fand, gaben Zeugniß dafür.
Der Proceß gegen ihn dauerte auch nicht ſehr lang. Ein paar Tage nachdem Pauline ihren Ehe⸗ kontrakt unterzeichnet, hatte die Guillotine ſie zur Wittwe gemacht.
Einige Monate ſpäter raffte der Tod auch die alte Großmutter hinweg. Sie ſtarb in Folge aller, der Seelenerſchütterungen, von welche ſie in der letzten Zeit heimgeſucht worden war, und welche ihr ein hef⸗
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