Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1830)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

183

din, wie ſie ihre Gleichguͤltigkeit gegen das Le⸗ ben jetzt ganz begreife.

»Und mein Ziel iſt nicht mehr fern, liebes Maͤdchen, hier in der Bruſt ruht der Keim der Zerſtoͤrung, mein Leben erſchoͤpft ſich.«

Eliſabeth bemerkte mit Schrecken den muͤh⸗ ſamen Athemzug und die fieberhafte Gluth auf den Wangen ihrer Freundin und beſchwor ſie, ſich doch etwas Ruhe zu goͤnnen, und nicht, wie bis jetzt, fuͤr Alle zu wirken und zu wa⸗ chen, wenn Andere ſchliefen, da Ruhe gewiß allein ihr heilſam ſeyn koͤnne.

MRuhe giebt es fuͤr mich nicht mehr, denn kurz iſt meine Zeit und viel muß ich noch aus⸗ richten. Jetzt laß uns herein gehen, Arbeit und Gebet ſollen mir helfen, die Erregung dieſer Unterhaltung zu daͤmpfen.«

Mit dieſen Worten gingen ſie in die Hoͤhle und vereinten ſich mit den Bruͤdern zum ge⸗ meinſamen Abendgebete.

Ende des erſten Baͤndchens.