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„was habt Ihr denn da hinten zu ziſcheln? Zankt Ihr Euch etwa ein wenig? Das ſchad't nichts. Ueb⸗ rigens laß Dir rathen, Emil, gib nach, es hilft Dir doch nichts, Widerſtand leiſten zu wollen. Unter den Pantoffel kommſt Du doch, das iſt ſicher,— das hat die Loni von meiner Alten gelernt oder geerbt.“ Während der Chorregent ſo nach ſeiner Art neckte, ziſchelte Apollonia ihrem Geliebten in's Ohr:
„Ich will Dich heute noch allein ſprechen, laſſe Deine Zimmerthüre offen.“
Allmälig verſcheuchte der Punſch doch die anfäng— lich etwas unbehagliche Stimmung, man ſprach weni⸗ ger gezwungen, lachte natürlicher und trank mit mehr Behagen..
Namentlich ſorgte Apollonia dafür, daß ihres Bräu⸗ tigams Glas ebenſo oft gefüllt wurde, als er es auf ihre Anregung hin leeren mußte und ſie hatte für ihn die Aufforderung zu manchem ſpeziellen Toaſt.
Apollonia hatte während der Wochen ihres Be⸗ kanntſeins mit ihm den Bräutigam ſorgfältig ſtudirt, ſie hatte entdeckt, daß er empfindlich war und Recht⸗ lichkeit beſaß. Die Rückſichtnahme auf dieſe beiden Eigenſchaften des Geliebten, leiteten ihr Benehmen am heutigen Abend.
Wir wollen darüber ſo ſchnell wie möglich hinweg⸗ 1 gehen.— Lange hatte Emil Mohl auf ſeiner Stube auf den ihm verſprochenen Beſuch ſeiner Braut ver⸗ geblich gewartet. Als längſt Alles im Hauſe ſtill ge⸗ worden war und er die Hoffnung aufgegeben hatte, daß Apollonia noch erſcheinen werde, begab er ſich zu
Reichner, Stürme im Waſſerglas. III. 10
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