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Und ſie reichte ihm ihre Rechte mit dem geflickten braunen Glacéhandſchuh hin.
Aber Aegidius ſchlug nicht ein:
„Wertheſte Frau Graf,“ ſprach er ruhig,„Sie ſind das Opfer eines bedauerlichen Irrthums. Es lag nie in meiner Abſicht, Ihre Fräulein Tochter um ihre Hand zu bitten, denn es lag nie in meiner Abſicht, mich hier in Lindenheim um ein Amt zu bewerben.“
„Apollonia folgt dem Manne ihres Herzens getreu den Worten der heiligen Schrift,“ ſprach Mutter Graf mit Pathos.
„Ich bin deſſen vollkommen ſicher,“ erwiderte Aegi⸗ dius,„aber bei alledem iſt es mir unmöglich, die Ehre zu haben, Ihr Schwiegerſohn zu werden.“
Aegidius hatte ſich einen andern Vertheidigungs⸗ plan erſonnen.
„Unmöglich? Warum unmöglich, wenn ich fragen darf?“ ſagte ſpitz Frau Graf,„und ich darf fragen, ich habe ein Recht dazu.“
„Nun, wenn Sie den Grund durchaus wiſſen
wollen, ſo ſollen Sie ihn erfahren—“ „Nur heraus damit.“ „Weil ich— bereits eine Frau habe.“
Frau Graf ſchwankte einen Augenblick, ob ſie ſich thätlich an dem jungen Blaubart vergreifen oder ob ſie in Ohnmacht ſinken ſolle. Aber weder das Eine, noch das Andere ſchien ihr zweckentſprechend.
Jetzt zeigte ſich die Frau Regent auf der Höhe ihrer Aufgabe als Mutter.
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