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Es kann nun nicht in Abrede gezogen werden, daß in dem alten Spruch, kein Unglück ſei ſo groß, daß nicht noch ein Körnchen Glück dabei ſei, eine tiefe Wahrheit ſtecke. Selbſt bei Emil Mohl's Unfall war ein ſolches Glückskorn. Und dieſes Glückskorn beſtand darin, daß er im Hauſe Graf Unterkommen gefunden hatte. Es iſt allerdings richtig, daß bei Krankheiten im Allgemeinen, wie bei äußeren Verletzungen ganz beſonders, die Pflege in einem Krankenhauſe vielfach den Vorzug vor der Privatpflege verdient, denn eine Menge kleiner Pflegeverrichtungen, die in den Kranken⸗ häuſern mit maſ Ginlumäßiger Pünktlichkeit, den Kranken nicht ſtörend, vorgenommen werden, können in den ungeübten Händen häuslicher Krankenwartung zur Unbequemlichkeit, ja vielleicht ſogar zur wirklichen Be⸗ läſtigung für den Leidenden werden. Nichtsdeſtoweni⸗ ger hat die häusliche Pflege in pſychiſcher Beziehung einen ſo gewaltigen heilſamen und fördernden Einfluß, daß ſie da, wo ſie durchgeführt werden kann, der ſorg⸗ fältigſten Spitalpflege entſchieden vorzuziehen iſt. Emil Mohl ſollte das bald empfinden.
Die Wiedereinrenkung einer luxirten Extremität iſt ziemlich ſchmerzhaft und aur die Scham vor der Graf'ſchen Familie, und in dieſer beſonders vor Apol⸗ lonia, hatte den Verunglückten abgehalten gerade hin⸗ aus zu ſchreien, als der Chirurgus unter Zuhilfenahme zweier handfeſter Turner, die die Tragbahre getragen hatten, an deſſen Bein herumzogen, wie wenn derjenige einen Preis bekommen ſollte, der es zuerſt aus dem Körper herauszureißen vermöchte. Endlich ertönte der
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