Teil eines Werkes 
2. Band (1875)
Entstehung
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ich doch weit entfernt, eine ſolche Anſchauung auf Ihre vorhabliche Vermählung auszudehnen, wich Aegidius aus. Es iſt mir ganz lieb, daß wir gleich bei unſerer erſten Unterredung hier uns über dieſen Punkt aus⸗ ſprechen. Es wird unſern gegenſeitigen Verkehr der, wie ich hoffe, ein lebhafter werden ſoll weſent⸗ lich erleichtern. Hören Sie alſo: ich bin nicht jung genug, um mich wie ein Penſionsgänschen in die bunte Uniform meines Zukünftigen verliebt zu haben und nicht unerfahren genug, um dem TitelFrau Baronin einen Werth beizulegen. Wenn ich nichtsdeſtoweniger mich mit dem Baron Sternenkron verheirathe, ſo habe ich dafür ganz beſtimmte, mir von der Vernunft vorgezeichnete Gründe, womit ich übrigens keineswegs 8 7 geſagt haben will, daß ich keine Zuneigung zu meinem

Verlobten habe. Ich wollte Ihnen das gleich jetzt

ſagen, damit Sie mich und mein Vorhaben möglichſt richtig oder vielmehr minder unrichtig beurtheilen. Es bleibt immerhin noch Mancherlei übrig, was Ihnen vielleicht bedenklich ſcheint, denn ſo viel ich weiß, iſt des Barons Ruf in Lindenheim durchaus kein tadel⸗ loſer.

Was das anbelangt, verſicherte Aegidius,ſo kann ich hierüber gar nichts ſagen, denn meine Be⸗ kanntſchaft mit dem Herrn Baron, wenn ich das kleine Intermezzo, bei dem ich ihn traf, ſo nennen kann, 5 datirt erſt von vorgeſtern Abend. Als ich als Junge hier lebte, war der Herr Baron noch im Dienſt und wohl nie auf ſeinem Gut.