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„Sie hatten wohl Angſt, daß ich mit der Idee umginge, Sie kapern zu wollen?“ neckte die Sängerin. „Ich geſtehe, ich hab's auf einen Lindenheimer abge⸗ ſehen.“
„Da wäre ich wirklich neugierig.“
„Kennen Sie den Baron von Sternenkron?“
Aegidius mußte lächeln,— alſo der Rittmeiſter. — Er bejahte die Frage.
„Den habe ich mir gekapert.“
„Ich gratulire.“
„Das heißt, wenn ich Ihren kühlen Ton in allge⸗ mein verſtändliches Deutſch überſetze, etwa folgendes: Nachdem die Levasco ſich in ſo und ſo viel Jahren ein Vermögen erworben hat, packt ſie der Eitelkeits⸗ wahn, ſie will hinter ſo und ſo viel Vorgängerinnen nicht zurückſtehen und kauft ſich um ihr Geld einen Mann mit einem adligen Namen; von dieſem Manne läßt ſie ſich ſchlecht behandeln und betrügen und wenn er den Theil ihres Vermögens durchgebracht, den die Zahlung ſeiner Schulden noch übrig gelaſſen hat, ſo beginnt ſie nochmal mit Gelderwerben, um ſich und ihren faulen nichtsnutzigen Gatten zu ernähren, der bei alledem ſo hochmüthig iſt, ſie zu zwingen zum Geldverdienen wieder ihren Mädchennamen anzuneh⸗ men, weil ſein hochadliger nur dazu gut genug iſt, ſich erhalten zu laſſen, nicht aber auch zum Erwerben. — Nicht wahr, ſo etwa lautet die ungeſchminkte Ueber⸗ ſetzung?“
„Wenn ich auch vielleicht im Allgemeinen von ge⸗ wiſſen Standesehen Aehnliches denken mag, ſo war


