Teil eines Werkes 
1. Band (1875)
Entstehung
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Fenſtern, der ungeſtrichene Fußboden iſt weiß ge⸗

ſcheuert. In einer Ecke ſteht ein Klavier von jener

veralteten Sorte, die man ehedem Spinet nannte, auf ihm Päcke von Noten, deren zerfetzten Rändern man anſieht, daß ſie viel gebraucht ſind, ober dem Klavier hängt ein kleiner Stahlſtich von Mozart in einer ſchmalen viereckigen dunklen Holzrahme und neben den Noten liegt eine Violine in halbgeöffnetem Kaſten; man ſieht, es iſt noch nicht lange her, daß auf dieſem ſchrecklichen Inſtrumente herumgekratzt worden ſein muß. Das Meublement beſteht aus einem hartgeſeſſenen, prit⸗ ſchenähnlichen Kanapee ohne Ueberzug, einem Mangel, dem höchſt ſinnreich dadurch abgeholfen worden iſt, daß man ein buntes Kattunſchütztuch drüber gebunden hat, welches in naiven Gemüthern den Glauben auf⸗ kommen laſſen könnte, als habe es den bbſtlichſten Damaſt vor den Verwüſtungen des Herrn Regenten zu ſchützen, denn es ſoll nicht verſchwiegen bleiben, daß dieſer die Gewohnheit hat auf dieſer gepolſter⸗ ten Bank ſein Mittagsſchläfchen zu halten. Die Stühle ſind unverkennbar Verwandte des Kanapees, ſoweit ſie nämlich dem bevorzugten Geſchlechte der Polſtermeubel angehören, während einige Strohſtühle den windigen Charakter moderner Fabrikwaare abzuläugnen nicht vermögen.

Eine Fenſterniſche macht indeß eine Ausnahme von dieſer angedeuteten Zimmerausſtattung. In dieſer Fenſterniſche iſt eine bretterne Erhöhung, Antritt ge⸗ nannt, welche hoch genug iſt, um einer darauf ſitzen⸗

den Perſon zu geſtatten, Alles zu ſehen, was im Hofe

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