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fing den Dampf vor die Wägen zu ſpannen und damit ſtaubaus zu fahren. Manches heute noch lebende Mütter⸗
chen war dabei und hat wohl auch ein Unheil abwenden
chlagen, als die erſten Dampfroſſe mit einer Schnelligkeit ihren Weg dahergeſauſ't kamen, daß ſich ſogar die bis dahin angeſtaunten Schuell⸗
poſten wie Schnecken dagegen ausnahmen. Wie viel
Tauſende haben damals im Stillen gelobt, daß keine zehntauſend Erzengel ſie in das ſchreckliche neue Fuhr⸗ werk bringen würden und haben ſeitdem dieſes Ge⸗ lübde— nicht gehalten.
Als Europa anfing ein nennenswerthes Eiſenbahn⸗ netz zu erhalten, war eitel Fürchten und Jammern über die erfolgende einſeitige Verkürzung der Entfer⸗ nungen und ängſtliche Gemüther weiſſagten den Eintritt der heilloſeſten Confuſionen, wobei Viele nur noch in dem einen Umſtand einen zweifelhaften Troſt fanden, daß ihr vorgeſchrittenes Alter ſie vorausſichtlich be⸗ wahren werde, noch Zeitgenoſſen der kommenden Tage neubabyloniſcher Verwirrung zu werden.
So gef hrlich wurde aber die Sache denn doch nicht,— freilich das rieſenhafte Anwachſen der Städte auf Koſten der Bevölkerungsziffern des flachen Landes, beziehungsweiſe das Zurückbleiben des Landes in der Populationsprogreſſion gegenüber den großen Städten, kann und muß lediglich als eine Folge der Neugeſtal— tung des Verkehrsweſens betrachtet werden und inſo⸗ fern kann man auch— wenn man partout einen Sündenbock haben will— den Dampf als die Urſache betrachten, daß der ſittliche Werth der Menſchen im


