und lief, laut heulend, tief in den Wald hin⸗ ein.
Sabine aber hatte, aufmerkſam gemacht durch die heftigen Reden, den ganzen Vor⸗ gang durchs Fenſter mit angeſehen und war in demſelben Augenblicke, als der Graf vom Roſ⸗ ſe ſtuͤrzte, ohnmaͤchtig zu Boden geſunken.
6.
Am andern Tage herrſchte Trauer im Schloſſe, denn die Graͤſin beweinte ihren Sohn, den man am vorigen Abende, noch ſpaͤt, ermordet aus dem Walde gebracht. Em⸗ ma und ſaͤmmtliche Dienſtleute beklagten den ungluͤcklichen Otto, welchen man, des Mor⸗ des verdaͤchtig, verfolgt und eingefangen. So eben wurde er in Ketten uͤber den Schloß⸗ hof gefuͤhrt; ſein Blick, rein und voll Un⸗ ſchuld, traf Emma, welche gerade am Fen⸗ ſter ſtand und bei ſeinem Anblicke mit dem Ausdrucke des tiefſten Schmerzes zu⸗


