Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1830)
Entstehung
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terliebe, aͤngſtliche Zuruͤckhaltung fuͤr Mutter⸗ zaͤrtlichkeit zu Theil. Deshalb war er ſich auch der Regung einer wahren, heißen Kin⸗ desliebe gegen ſeine Eltern nie recht klar be⸗ wußt geworden, und der Abſchied von ihnen wurde ihm nicht ſo ſchwer, als der vom Gra⸗ fenſchloſſe, wo ſein ganzes Herz zuruͤckblieb. Die Graͤſin hatte ihm, nebſt einer wohlgefuͤll⸗ ten Boͤrſe, Empfehlungen mitgegeben an den Oberjaͤgermeiſter des Herzogs von Weimar, und ſo wanderte er truͤben Sinnes durch den Forſt, dem ungewiſſen Ziele entgegen.

Simon ſtand vor ſeiner Huͤtte und blickte ihm noch lange nach. Eine ſeltſame Bewe⸗ gung ſchien in ſeinem Innern zu arbeiten, denn bald ſtreckte er die Hand aus nach dem Dahineilenden, als wolle er ihn zuruͤckrufen, bald zuckte ein hoͤhniſcher Zug um ſeine Lip⸗ pen und ein heiſeres Lachen drang aus ſeiner ſchwerathmenden Bruſt herauf.

Endlich war Otto im Gebuͤſch verſchwun⸗ den. Simon ſetzte ſich auf eine Bank un⸗ weit der Huͤtte und ſchien in tiefe Gedanken verloren, denn er bemerkte es nicht, wie

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