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lung vielleicht den fruͤhen Tod gefunden. Noch ſpaͤter, als man Dich, die Waiſe, zu mir brachte, wurdeſt Du freilich mit den bei⸗ den Knaben auferzogen und Dein kindiſcher Sinn fragte wenig nach Stammbaum und Wappen, wenn Du im muntern Spiele Dich mit Otto herumtummelteſt, als ob er Deines Gleichen ſey. Doch dieſe Zeiten ſind voruͤber. Habe ich auch Otto nie zum Die⸗ ner erziehen laſſen, ſo ſteht er doch ſo tief unter Dir, daß ſelbſt die Liebe ihn nicht zu erheben vermag. Er ſoll das Schloß verlaſ⸗ ſen, heute noch; Du darfſt ihn nimmer wiederſehen! Seine Zukunft ſey meine GSor gel« 8
Tieferſchuͤttert ſchluchzte Enma am Bufen ihrer Wohlthaͤterin. Sie ſah die Nothwen⸗ digkeit einer Trennung von Otto wohl ein, und doch fuͤhlte ſie ihr Herz gebrochen, denn ſie erkannte jetzt erſt, daß ſie den Juͤngling mehr geliebt, als ſie ſelbſt geglaubt. Ohne ein gegenſeitiges Geſtaͤndniß, hatten ſie einan⸗ der doch laͤngſt ſchon verſtanden, denn in ih⸗ ren Handlungen ſprachen ſich ihre Empfindun⸗
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