40 „»Weich' von mir, Unholdin!« rief der Paͤchter erſchuͤttert zum Fenſter hinab und wollte ſich zuruͤckziehen, doch ſie ſtreckte ihre Hand weit aus nach ihm und ſchrie:»Halt! noch ein Wort!«— und mit dem lebhafte⸗ ſten Ausdrucke der Schadenfreude fuhr ſie leiſer fort:»Du biſt betrogen, Franz! ſchrecklich betrogen, armer Junge! Dein Braͤutchen hat den Jungfernkranz gar ſchlecht bewahrt, denkt in Dein warmes Neſt die fremde Brut zu tragen. Sieh Dich vor, ſie macht Dich vor der Hochzeit noch zum Hahnrey. Dich zu betruͤgen iſt leicht, denn Du biſt taub und blind! Jetzt ſammle Deine Sinne, noch iſt's Zeit! Ver⸗ ſtoße ſie, laß ſie vergehn in ihrer Schan⸗ de!« B Wirklich war der Paͤchter kaum noch ſei⸗ ner Sinne maͤchtig, nachdem die Alte geen⸗ det. Ein fuͤrchterlicher Aufruhr tobte in ſei⸗ nem Innern; mit beiden Haͤnden klammerte er ſich feſt an die Fenſterbruͤſtung und aus beklemmter Bruſt ſtieß er die Worte hervor: „»Im Namen des Herrn! weiche von mir,
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