29 ſieht faſt auffallend bleich aus, wahrſchein? lich von der Reiſe, laͤßt ſich denken!« Da⸗ bei ergriff er mit aller Hoͤflichkeit, die ihm zu Gebote ſtand, den Paͤchter bei beiden Schultern und wollte ihn wieder auf den Stuhl niederdruͤcken, um das angefangene Werk ſchnell an ihm zu vollenden; doch dieſer ließ ſich nicht dazu bewegen. Er war
im Geiſte nur mit ſeiner Braut beſchaͤftigt,
hatte ſelbſt des Barbiers letzte Worte gaͤnz⸗ lich uͤberhoͤrt, trocknete ſich in Eile die Seiſe aus dem Geſichte und ſtuͤrzte, ohne jenen weiter zu beachten, zur Thuͤr hinaus, gerade nach Mariens Wohnung.
Erſt gegen Mittag kehrte er von dort zu⸗ ruͤck, und, wie es ſchien, etwas ruhiger. Zwar hatte ſie ihm noch immer den Grund ihrer ſchnellen Abreiſe, ſo wie den Zweck ihres Aufenthaltes an einem fremden Orte verſchwiegen, deſſen Namen ſie ihm nicht einmal nannte; doch blickte ſie ihm ja ſo unſchuldig ins Auge, druͤckte ſeine Hand ſo treuherzig an ihre Bruſt und verſprach ihm heilig: ihm vielleicht recht bald alles zu ent⸗


